Am Vorabend der letzten Beschlüsse des Europäischen Parlaments
und der Europäischen Kommission über die europäische Postrichtlinie unternimmt
Eurofedop eine Aktion in Maastricht.
Eurofedop macht sich große Sorgen um die Lage der Postbediensteten nach der
geplanten vollständigen Liberalisierung des Postmarkts. Die Arbeitsbedingungen,
der lautere Wettbewerb und die Universaldienstleistung sind gefährdet.

Mit Rücksicht auf die Debatten und die Abstimmung im Europäischen Parlament
und auf die Postaktion vom 6. Juni hat Eurofedop ihre Standpunkte erneut
bestätigt und am 1. Juni Herrn Mathieu Grosch, Europaparlamentarier, ein
Forderungspaket übergeben.
Während der europäischen Konferenz, einer Initiative des niederländischen
Verbands der Postbediensteten BVPP, wurde den Teilnehmern die folgende These
vorgelegt: ,Die Liberalisierung des Postwesens hat bisher nur Verlierer gebracht?!'
Herr Nieuwenhoven, Direktor Soziale Angelegenheiten VNO NCW (Unternehmensorganisation)
äußerte sich zur Liberalisierung sehr positiv: ,Arbeitsplatzsicherheit soll
Arbeitssicherheit Platz räumen, und von Verlierern ist überhaupt nicht die
Rede, denn der Kunde/Verbraucher gewinnt.' Herr Hessels, Mitglied der Zweiten
Kammer für den CDA (Christdemokraten) stand der Rolle der Behörden in der
Debatte über Arbeitsbedingungen kritisch gegenüber. Seiner Ansicht nach sollen
diese Beratungen nur zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern stattfinden.
Mit dieser Stellungnahme unterscheidet er sich von seinen sozialdemokratischen
Kollegen, die eine Rolle der Behörden befürworten, wo es sich um die soziale
Komponente (Mindestgehalt usw.) handelt.
Auch der niederländische Postbetrieb TNT war vertreten. Herr Dietz redete während einer lebhaften Präsentation über die Funktionsweise und den Auftrag von TNT. Selbstverständlich war auch er mit der These nicht einverstanden: ,Liberalisierung führt ja eine Innovation herbei, die den Postmarkt gesund hält. Monopole sind nicht wünschenswert.' Auf die Frage, wie viele Entlassungen die ,Effizienzmaßnahmen' mit sich bringen würden, antwortete Herr Dietz, Beschäftigung und Arbeitsumstände seien Gegenstand einer sehr komplizierten und heiklen Diskussion.

Nach den Präsentationen entstand eine interessante Debatte zwischen den Panelmitgliedern und den Gewerkschaftsdelegierten. Es wurde abermals deutlich, dass für die Redner der Kunde und für die Gewerkschaften das Personal im Mittelpunkt steht. Auch machten die Gewerkschaften es klar, dass gegen Liberaliserung kein Widerstand vorliegt und sie sich der Änderungen weltweit sehr bewusst sind. Willi Russ, Vorsitzender des DPVKOM Deutschland, fasste es wie folgt zusammen: ,Konkurrenz ja, aber nicht auf Kosten des Arbeitnehmers.'
Abschließend redete Herr Grosch als Europarlamentarier und Mitglied des Ausschusses Verkehr und Fremdenverkehr. Er erklärte, das Europäische Parlament habe während der Debatte über die Dienstleistungsrichtlinie die Zähne gezeigt, und das sei auch in der Debatte über die Postrichtlinie der Fall gewesen. Das Parlament schlucke nicht ohne weiteres alles hinunter, was die Europäische Kommission vorschlage.
Weitere Entwicklungen
Am 4. Juni hat im Transportausschuss des Europäischen Parlaments eine Debatte
stattgefunden. Ein Bericht darüber ist beigefügt.
Am 18. Juni wird der Transportausschuss über den Bericht abstimmen. Im Juli
wird der Bericht auf der Plenarsitzung in Straßburg erörtert werden.
PS: Diese Termine sind vorbehaltlich. Es liegen 600 Abänderungsvorschläge
vor, was die Prozedur ziemlich leicht verzögern kann.

Der Transportausschuss im Europäischen Parlament hat am 4. Juni die Reform des EU-Postwesens erörtert. Offensichtlich liegt aber über den ,Ferber-Bericht' überhaupt keine Übereinstimmung vor. Nachdem er 600 Abänderungsvorschläge empfangen hatte, hat Berichterstatter Markus Ferber (EVP-ED) seinen Kompromiss vorgelegt, den er noch vor dem Sommerferien der Plenarsitzung unterbreiten will. Er hebt sechs Bereiche hervor, die zwischen den verschiedenen Ausschüssen und politischen Gruppen nach wie vor erhebliche Meinungsverschiedenheiten verursachen:
1.Universaldienstleistung (Definition)
2.Beschäftigung
3.Weitere Forschungsarbeiten/Studien
4.Finanzierungsmechanismen (Universaldienstleistung)
5.Wechselseitigkeit
6.Lizenzen
In Bezug auf das von ihm suggerierte Datum - den 31.12.2010 mit einer maximalen Verlängerung um zwei Jahre für neue Mitgliedstaaten und Staaten mit besonderen geographischen Problemen - hat Ferber offenbar ein wenig mehr Unterstützung bekommen. Schattenberichterstatter Brian Simpson (ESP) hat aber ausgesagt, er sei mit jenem Datum nicht ganz zufrieden. Nach Beratung mit Postbetreibern aus vorwiegend den neuen Mitgliedstaaten meint er, es sei mehr Zeit nötig, und suggeriert deshalb den 01.01.1012.
Auch eine Delegation der Europäischen Kommission hat der Debatte beigewohnt. Die Kommission hat hervorgehoben, je eher die Postreform durchgeführt werde, je besser. Sie sei ausführbar und namentlich für die Benutzer wünschenswert. Eine Anzahl Europaparlamentarier hat an der Kommission Kritik geübt, weil Letztere es unterlassen habe, einige in ihrer Mitteilung verwandte Worte klar zu definieren.
Es kann heute gesagt werden, dass die Liberalisierung der Postdienste in der EU eine Tatsache ist. Die restlichen Meinungsverschiedenheiten sind wesentlich technischer Natur. In Bezug auf das Tempo und die Integrität des Prozesses herrscht Zurückhaltung vor. Die Diskussion über Arbeitsbedingungen und lauteren Wettbewerb ist noch nicht vorbei. Erwartungsgemäß wird der TRAN-Ausschuss am 18. Juni über den Ferber-Bericht abstimmen. Mit 600 Amendements steht eine längere Sitzung in Aussicht.
Jackie Morin, Abteilungsleiter Sozialer Dialog, GD Beschäftigung und Soziales, Europäische Kommission, saß einer Konferenz über Arbeitsverhältnisse in Europa vor. Die Tagung wurde von rund siebzig Vertretern von Arbeitnehmer- und Arbeitgeberorganisationen beigewohnt. Die Konferenz war auch veranstaltet worden, um den zehnten Jahrestag des Europäischen Onlinebeobachtungsposten Arbeitsverhältnisse (EIRO - European Industrial Relations Observatory online) zu feiern. EIRO ist ein Beobachtungsinstrument der Europäische Stiftung für die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen (European Foundation fort he Improvement of Living and Working Conditions), die ihren Sitz in Dublin hat.
Nikolaus van der Pas, Generaldirektor der GD Beschäftigung, Soziales und Chancengleichheit der Europäischen Kommission, hielt die Eröffnungsrede. Er betonte den großen Wert, den die Kommission gesunden, klar feststehenden Arbeitsverhältnissen in Europa beimisst. Als Antwort auf die sich ändernde europäische Gesellschaft ging er auf die nachstehenden drei Themen näher ein:
1)Flexicurity: Die Europäische Kommission wolle eine Situation mit Gewinn für alle Seiten erzielen. Am 27. Juni werde die Kommission eine Analyse des Flexicurity-Konzepts vorlegen, in der sie gemeinsame Grundsätze und Leitlinien für die Mitgliedstaaten und Sozialpartner vorschlage.
2)Arbeitsgesetzreform: Auf die öffentliche Befragung über die Modernisierung
der Arbeitsgesetzgebung seien 450 Antworten eingetroffen. Viele davon seien
argwöhnisch und behutsam. Herr van der Pas versicherte den Partnern aber,
die Europäische Kommission habe dabei keine Hintergedanken. Sie werde zu
dieser öffentlichen Befragung nachfassend ein zweites Dokument veröffentlichen.
Ziel der Konferenz war es, den jüngsten Bericht über die Arbeitsverhältnisse in Europa (2006) vorzustellen. Ein weiterer Hauptredner auf der Konferenz war Guy van Gyes der KU-Löwen, der das Kapitel über die Mitgliedschaftstendenzen und -strategien der Sozialpartnerorganisationen darlegte. Ganz in Übereinstimmung mit dem Standpunkt von Eurofedop erklärte er, Mitgliedschaft sei eine nützliche Bevollmächtigung für Macht, nicht aber ein vollwertiger Maßstab für organisatorische Befähigung; Mitgliedschaft allein sei kein guter Indikator. Offensichtlich würden in Europa allgemein die gewerkschaftlichen Mitgliederzahlen sinken. In Mittel- und Osteuropa, Österreich und Griechenland seien die Mitgliederverluste dramatisch, wenn auch nicht sosehr im öffentlichen Sektor. Die Verluste seien geringer in Belgien, Schweden und den Niederlanden.

Am
4. Mai wurde in den Gebäuden des Europaparlaments in Brüssel das Forum für
ein demokratisches, soziales und solidarisches Europa veranstaltet. Dieses
Treffen war eine Initiative sozialer Organisationen christlicher Arbeitnehmer,
nämlich Solidarnosc (Polen), ACW/MOC (Belgien), Cartel Alfa (Rumänien) und
ACLI (Italien). Die Partner hatten im voraus einen Text erarbeitet, ein so
genanntes Manifest, in dem die Probleme in Bezug auf die Sozial- und Beschäftigungspolitik
in Europa besprochen wurden. Reaktionen gaben An Hermans, ehemalige Europarlamentarierin,
Emilio Gabaglio, ehemaliger Generalsekretär des EGB, und Willy Thys, ehemaliger
Generalsekretär des neulich aufgelösten Weltverbands der Arbeitnehmer (WVA).
An Hermans äu?erte sich kritisch zum Manifest, in dem die Krise zwar gut
analysiert werde, jedoch keine Alternativen vorgebracht würden. Sie erzählte
auch, sie habe im Laufe der Jahre die europäische Zivilgesellschaft wachsen
gesehen, betonte aber nochmals, es sei von grö?ter Bedeutung, diejenigen,
man als Organisationen vertrete, strukturell ein Gesicht zu geben. Eurofedop
hat häufig mit An Hermans zusammengearbeitet: sie hat als Europarlamentarierin
regelmä?ig Berufsratssitzungen beigewohnt.
Zum
zweiten Mal dieses Jahr sind Streitfälle zwischen dem UK Prison Service--der
Haftanstaltsbehörde des Vereinigten Königreichs--und der Prison Officers'
Association (POA) vor Gericht ausgetragen worden.
Die britische Regierung hatte die POA der Bedrohung und Einschüchterung ihrer
Mitglieder beschuldigt, indem sie Rundbriefe über die Contract Supplementary
Hours (CSH - tarifliche Überstunden) verbreitet hatte. Der POA wurde 1993
das Streikrecht aberkannt, und ihre Mitglieder haben nicht das geringste
Mittel, ihrer Unzufriedenheit mit Arbeitsbedingungen, Gehältern usw. Ausdruck
zu verleihen. Die Rechte wurden 1994 erneut verliehen, sei es eingeschränkt.
Ausgleichsma?nahmen für diese eingeschränkten Arbeitnehmerrechte wie z.B.
ein unabhängiges Gehaltsrevisionsgremium wurden zwar von der britischen Regierung
versprochen, sind aber bis heute völlig unannehmbar.
Die Tatsache, dass die britische Regierung/Haftanstaltsbehörde
in dieser Angelegenheit das Gericht als Instrument benutzt, ist äu?erst Besorgnis
erregend. Der Richter bestätigte das, indem er aussagte, dass Streitfälle
über Streiks und die Behandlung der Arbeitnehmerschaft nicht vor Gericht,
sondern am Verhandlungstisch erörtert und gelöst werden sollen. Für die POA
stellt das einen Sieg dar, wenn auch einen bitteren.


Eurofedop ist Mitgründerin von Health First Europe (HFE), einer Allianz
von Patienten, Pflegepersonal, Akademikern und der Industrie. Ende 2006 hat
HFE bei Beschlussfassern und Interessenvertretern in der EU eine Umfrage
über die Zukunft der Gesundheitspflege in Europa veranstaltet. Eurofedop
freut sich über die Aufmerksamkeit, die in dieser Umfrage der Rolle des Pflegepersonals
geschenkt wurde. Die wichtigsten Befunde unter den Arbeitnehmern waren:
- 92 Prozent der Befragten befürworten eine bessere grenzüberschreitende
Anerkennung von Qualifikationen;
- 75 Prozent der Befragten meinen, dass sicherere und bessere Arbeitsbedingungen
notwendig sind.
Im Bericht wird betont, dass das Pflegepersonal das Rückgrat des Gesundheitspflegesystems
darstellt. Es steht heute gro?en Herausforderungen gegenüber, und einige
meinen, dass das Image des Gesundheitspflegesektors als Arbeitgeber in
einigen Mitgliedstaaten der EU einer starken Verbesserung bedarf.
Allgemein geht aus der Umfrage hervor, dass sich die Meinung über die europäische
Gesundheitspflege entwickelt hat. Bis vor kurzem was es undenkbar, in Europa
sogar über eine Übereinstimmung der Gesundheitspflegesysteme zu reden.
Das hat sich geändert: 41 Prozent der Befragten befürworten z.B. die Schaffung,
auf lange Sicht, eines einheitlichen europäischen Gesundheitspflegesystems.
Am
25. März 2007 feiert die Europäische Union den Jahrestag des Vertrags von
Rom, der im Jahre 1957 unterzeichnet wurde.
Eurofedop feiert die Tatsache, dass Europa mehr als nur ein gemeinschaftlicher Wirtschaftsraum ist. Die EU hat ja einen sozialen Rahmen, der auf gemeinsamen Werten basiert und sich von den meisten nichteuropäischen Ländern unterscheidet. Dieser Rahmen ist mit dem Prozess der europäischen Integration eng verbunden. Es sind die Europäer, mit ihren verschiedenen intellektuellen und politischen Hintergründen, die zur Schaffung dieses europäischen Sozialmodells beitragen!
In den nächsten Monaten werden in ganz Europa Feiern stattfinden.
Den Kommentar des deutschen Vorsitzes zu diesem Jahrestag finden Sie auf
der Webseite:
http://www.eu2007.de/en/The_Council_Presidency/treaties_of_rome/index.html#march
Während
des Europäischen Rats 2006 unterschrieben die europäischen Leiter die Idee,
im Rahmen einer ,Tagesordnung für die Bürger' bei den europäischen Bürgern
eine Umfrage zu veranstalten, um eine ,Inventur der gesellschaftlichen Realität
zu machen'. Die Bürger Europas leben in einer sich ständig ändernden Gesellschaft.
Weitgehende Änderungen im Bereich der Natur der Arbeit, des Familienlebens,
des Platzes der Frau, der demographischen Tendenzen und der (zunehmenden)
Mobilität von Menschen führen neue Herausforderungen herbei. Ende 2006 wurde
eine Eurobarometer-Umfrage durchgeführt, und im Februar startete die Kommission
eine öffentliche Befragung über die Frage: ,Gibt es in Europa eine neue
gesellschaftliche Realität?' Mit dieser öffentlichen Befragung wollte sie
die heutige gesellschaftliche Realität und die Tendenzen in der europäischen
Gesellschaft erfahren.
Aus der Eurobarometer-Umfrage nach ,Arbeit' erweist sich, dass die Hälfte der Befragten (insgesamt 26.755), berufstätig ist. In Sachen Arbeitsplatzzufriedenheit erklären 80 Prozent, ,sie arbeiten mit Leuten, die sie mögen'. 68 Prozent finden ihre Arbeit aber langweilig und unangenehm. Im allgemeinen ist der Grad der Arbeitsplatzzufriedenheit in der EU verhältnismä?ig hoch. Diese Tendenz erweist sich aber als stärker in den nordeuropäischen Ländern.
In Bezug auf Stress und Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz erklären 21 Prozent der Befragten, in gefährlichen und ungesunden Umständen zu arbeiten. 41 Prozent finden ihre Arbeitsstelle zu anspruchsvoll und zu stressig. Selbstverständlich finden sich gefährliche Arbeitsumstände am meisten bei Handarbeitern vor, während Unternehmer und Selbständige am häufigsten unter Stress stehen.
Die Eurobarometer-Umfrage zeigt weiter, dass sich Europäer um ihre Altersrente Sorgen machen. Die Begeisterung über Laufbahnverlängerung ist vielmehr beschränkt (nur 22 Prozent): es werden die Erhaltung des Rentenalters und die Erhöhung der Sozialversicherungsbeiträge bevorzugt (32 Prozent).
Weitere Auskünfte über die öffentliche Befragung finden Sie auf der Webseite http://ec.europa.eu/citizens_agenda/social_reality_stocktaking/index_en.htm.
Die Europäische Föderation der Öffentlich Bediensteten vereinigt 52 christliche und andere demokratische Gewerkschaften in 23 europäischen Ländern, einschl. der neuen und möglicherweise künftigen Mitgliedstaaten. Unser Interessengebiet ist der öffentliche Dienst im weitesten Sinn, der die Gesundheitsdienste mit einschließt.
1. Allgemein
Sowohl der finnische als auch der deutsche Vorsitz messen den Entwicklungen
im Gesundheitswesen großen Wert bei und setzen Gesundheitspflege als vorrangigen
Punkt auf die europäische Tagesordnung. Wenn er auch aus verschiedenen
Sichten betrachtet wird, ist es klar, dass sich der Sektor allmählich entwickelt
und ,europäische' Betrachtungsweisen in diesem Prozess zunehmend ernst
genommen werden. Das bedeutet, dass sich die Mentalität der europäischen
Bürger und der am Gesundheitswesen Beteiligten bereits geändert hat. Vor
zehn Jahren war es unvorstellbar, dass (mit Rücksicht auf ihren nationalen
Charakter) überhaupt an eine Art ,europäischen Rahmen' für Gesundheitsfragen
gedacht wurde. Auch Eurofedop erkennt das Bedürfnis nach engerer Zusammenarbeit
zwischen den landesweiten Gesundheitspflegesystemen. Die Tendenz zeigt,
dass Patienten immer mobiler werden und die Gesundheitspflegesysteme zunehmen
miteinander verwoben geraten. Es ist klar, dass außer gut strukturierten
und gut funktionierenden Informationskanälen eine kohärente politische
Antwort notwendig ist, um alle am Gesundheitspflegesystem Beteiligten (wir
könnten sagen, allen europäischen Bürgern!) optimal zu informieren. Eurofedop
begrüßt daher die Initiative der Europäischen Kommission, besondere Vorschläge
in Bezug auf die Gesundheitsdienste vorzulegen und sich in diesem Prozess
mit einer ganzen Reihe Aktoren zu beraten. Indem wir unseren Ansichten
und Empfehlungen Ausdruck verleihen, hoffen wir, zur Gestaltung der künftigen
Pläne für die Gesundheitspflegesysteme in Europa einen wertvollen Beitrag
zu liefern.
2. Grenzüberschreitende Angelegenheiten
Eurofedop ist mit der großen Bedeutung davon einverstanden, ,für europäische
Bürger Klarheit zu schaffen', wenn sie vom einen Staat in einen anderen
umziehen. Die Bürger sollen über ihre Rechte und die gesetzlichen Angelegenheiten,
denen sie in anderen Ländern gegenübergestellt werden, informiert werden.
Der Mangel an genauer Information könnte zahlreiche unnötige Probleme verursachen,
mit denen namentlich Patienten nicht konfrontiert werden sollen. Wenn jemand
mobil ist und in ein anderes Land umzieht, sind mehrere Faktoren und Aktoren
mit im Spiel: Gesundheitspflegesysteme, Krankenhäuser, Versicherungsgesellschaften,
Rückzahlungsregelungen, Sprachbarrieren, Transport. Es ist wichtig, dass
sie alle harmonisch zusammenwirken.
Wenn der Patient auch derjenige ist, dem wir durch qualitätsvolle Gesundheitspflegedienste
Sicherheit bieten wollen, verlegt sich Eurofedop besonders auf diejenigen,
die diese Dienste leisten, die Gesundheitspflegeprofis. Selbstverständlich
überschreiten nicht nur Patienten, sondern auch Profis die Grenzen, und auch
dass beeinflusst und gestaltet weitgehend die Struktur der europäischen Gesundheitspflegesysteme.
Grenzüberschreitende Gesundheitspflege ist nicht leicht. Bevor ein Patient tatsächlich Rückerstattung für eine Behandlung im Ausland bekommt (wenn er sie überhaupt bekommt), müssen zahlreiche administrative und finanzielle Hindernisse überwunden werden. Nachher führt das zu Schwierigkeiten in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen Gesundheitsdienstleistern.
3. Leistungen der Daseinsvorsorge
Wir meinen und bleiben dabei, dass Leistungen der Daseinsvorsorge nicht durch
den Markt reguliert werden sollen. In den jüngsten Jahren, als die Gesundheitspflegedienste
im Rahmen der ,Dienstleistungsrichtlinie' diskutiert wurden, fürchteten
wir, dass die Grundsätze der Zugänglichkeit und Gleichheit für alle bedroht
waren. Wir haben uns stark dagegen aufgelehnt und freuten uns, feststellen
zu können, dass die Gesundheitsdienste vom Anwendungsbereich dieser umstrittenen
Richtlinie ausgeschlossen wurden.
Man könnte sich fragen, was diese Diskussionsunterlage genau bezweckte.
Schließlich strebt keine einzige europäische Einrichtung z.Z. eine weitgehende
Reform der Gesundheitspflegesysteme in Europa an. Das ist darauf zurückzuführen,
dass jedermann versteht, dass die Politik dem Subsidiaritätsprinzip unterliegt
und deshalb auf der Ebene der einzelnen Mitgliedstaaten verwaltet und reguliert
werden soll. Außer der gesetzlichen Verdeutlichung schätzen wir aber die
Anstrengungen der Kommission, die z.Z. vorliegenden gemeinsamen Grundsätze
im europäischen Gesundheitspflegesystem klarzumachen. Wir bleiben aber trotzdem
wachsam, wo es sich darum handelt, für diese und andere (soziale) Leistungen
der Daseinsvorsorge einen Sonderrahmen zu schaffen. Nochmals, wir freuen
uns, dass die Gesundheitsdienste nicht in die Dienstleistungsrichtlinie mit
eingeschlossen wurden, so wie es anfangs von Kommissar Bolkestein geplant
worden war. Trotzdem akzeptieren wir keinen politischen Rahmen, der in Wirklichkeit
der Qualität und Zugänglichkeit der Gesundheitsdienste ,durch die Hintertür'
schadet.
Zudem wird in der Unterlage erwähnt, dass der freie Verkehr von Gesundheitspflegeprofis in der Gemeinschaftsgesetzgebung bereits weitgehend in Angriff genommen wird. In Anbetracht der Gelegenheit, darauf zu reagieren und Elemente vorzubringen, die weiterer und größerer Aufmerksamkeit bedürften, möchten wir auf Nachstehendes hinweisen:
Eurofedop fordert mehr Aktionen zur Migration von Gesundheitspflegeprofis, insbesondere in den Ländern, die die Profis ,ausschicken'. Dieses Wort ist ein wenig irreführend, indem diese Länder ihre hoch qualifizierten und dringend nötigen Profis wohl nicht absichtlich ausschicken. Trotzdem fordern wir die GD Gesundheits- und Verbraucherschutz der Europäischen Kommission auf, vielleicht im Einvernehmen mit der GD Entwicklung, die diese Angelegenheiten aktiv (weltweit) in Angriff nimmt, Vorschläge zu machen, mit denen diese Frage namentlich in den neuen und künftigen Mitgliedstaaten an der Wurzel gepackt wird.
5. Aktionen von Eurofedop
Selbstverständlich fordert Eurofedop nicht nur. Sie leitet auch Aktionen ein,
um zur Debatte beizutragen, und bricht eine Lanze für eine bessere Zusammenarbeit
zwischen den landesweiten Gesundheitspflegesystemen.
Zum Thema der Migration von Gesundheitspflegeprofis haben wir im Europäischen Parlament ein Arbeitsfrühstück veranstaltet. Das Hauptziel war Bewusstmachung der Europaparlamentarier. Wir waren entzückt, zu sehen, dass Ihre GD zu diesem Ereignis beigetragen hat. Weitere Themen in der Diskussionsunterlage, beispielsweise die Elektronischen Gesundheitsdienste, behandeln wir (mindestens einmal im Jahre) auf den Sitzungen unseres Berufsrats Gesundheitsdienste, wenn sich unsere Mitglieder aus mehreren heutigen und künftigen Mitgliedstaaten treffen.
Für weitere Einzelheiten verweisen wir auf unsere Webseite www.eurofedop.org.
6. In Humanressourcen investieren
Zehn Prozent der europäischen Berufsbevölkerung ist im Gesundheitswesen berufstätig.
Eurofedop befürwortet mehr Investitionen in das größte Kapital des Sektors:
seine Arbeitnehmer. Das ist noch wichtiger in Anbetracht der demographischen
Entwicklung der europäischen Gesellschaft. Studien lehren, dass die gegenwärtige
Tendenz in der EU letztendlich zu einer überalterten Gesellschaft führen
wird: mehr Menschen werden Gesundheitspflege brauchen, und weniger Menschen
werden diese Pflege übernehmen können. Aus pathologischer Sicht handelt es
sich um einen der gefährlichsten Sektoren. Sowohl körperliche (Infektionen,
MRSA, AIDS und Nadelverletzungen) als auch geistige (Burnout-Syndrom) Probleme
sind im Sektor gang und gäbe. Die Einrichtungen sollen Gesundheit und Sicherheit
deshalb als eine echte Verwaltungsaufgabe betrachten. Wir wissen, dass diese
Angelegenheiten nicht direkt hierher gehören. Wie dem auch sei, es gibt heikle
Situationen in den Krankenhäusern der Länder, die durch Migration hoch qualifizierte
Gesundheitspflegeprofis verlieren. Indirekt ist die Frage in diesem Beratungsprozess
also äußerst relevant, und als Föderation, die diese Profis vertritt, halten
wir es für notwendig, diese Relevanz nochmals hervorzuheben.
Gesundheitspflegeprofis sind ,Menschen, die sich in Aktionen engagieren, die
in erster Linie auf die Verbesserung der Gesundheit abzielen'.
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Noten
1 Ludwig Boltzmann Institute for the Sociology of Health and Medicine and the Institute for Sociology, HUSO, University of Vienna: 'Health of Healthcare Workers', by Sonja Novak-Zezula
2 World Health Organisation, The World Health Report. Working Together for Health (Geneva, 2006) http://www.who.int/whr/2006/whr06_en.pdf
CEDER,
der Forschungsdienst der flämischen christdemokratischen Partei CD&V,
veranstaltete im Europäischen Parlament ein Seminar in Zusammenarbeit mit
der Arbeitsgruppe Binnenmarkt der EVP-ED. Das Thema des Seminars, unter Vorsitz
von MdEP Marianne Thyssen, war ein europäischer Binnenmarkt nach Bolkestein.
Wir erinnern uns alle die heißen Debatten über diese umstrittene Richtlinie.
Heute, wo wir uns einigermaßen von diesen Debatten erholt haben, sollen wir
die Richtlinie und ihre konkreten Auswirkungen nochmals unter die Lupe nehmen.
Gesundheits- und andere Sozialdienste gehören jetzt nicht zum Anwendungsbereich
dieser Richtlinie. Trotzdem ist das letzte Wort darüber noch nicht gesagt
worden, und es gibt mit Sicherheit keine leichten Bereiche für eine europäische
Regulierung.
Die Herren Jean Bergevin (GD Binnenmarkt und Dienstleistungen, Leiter von Dienst E2) und Martin Frohn (GD Binnenmarkt und Dienstleistungen) saßen im Panel, um den Standpunkt der Europäischen Kommission zu erläutern. Es wird manchmal behauptet, dass die EU im Bereich der Produktivität hinter den Vereinigten Staaten zurückbleibt, aber Herr Bergevin meint, das sei anfechtbar. Es sei aber klar, dass die Wachstumsrate in der EU niedriger sei. ,Wir müssen für einen guten Binnenmarkt für Dienstleistungen sorgen,' erklärte er. Das sei in Europa durch den zersplitterten Markt jedoch schwieriger. Die Debatte über einen Binnenmarkt für Dienstleistungen sei äußerst komplex: Dienstleistungen seien ungreifbar und heterogen. Er erklärte, die Europäische Kommission werde 2007 eine umfassende Transparenzrichtlinie über Dienstleistungen erlassen, damit sie über ein besseres Regulierungsinstrument verfüge. Herr Martin Frohn betonte, die Gesetzgebung über Dienstleistungen solle in den Mitgliedstaaten einen dynamischen Prozess ins Leben rufen. Die auf der europäischen Ebene durchgeführten Änderungen sollten auch auf der Ebene der Mitgliedstaaten eingeführt und ständig beaufsichtigt werden, damit ihre Kompatibilität gewährleistet sei.
Schließlich mischte sich Herr Günter Danner (European Social Insurance Platform) in die Debatte über die Dienstleistungen, indem er fünf Bereiche beleuchtete: 1) Befugnis der EU; 2) die Weise, auf die Mitgliedstaaten sozialgerichtlich mit der neuen Lage umgehen; 3) Patientenrechte (unannehmbare Wartezeiten usw.); 4) grenzüberschreitenden wissenschaftlichen Dialog (wie modernisiert sind Krankenhäuser in den einzelnen Mitgliedstaaten?); und 5) die sozialwirtschaftliche Realität. Herr Danner hält einen lebhaften Dialog für unbedingt notwendig.
Eine letzte Überlegung kam von Herrn Jo Van Deurzen, Vorsitzendem der CD&V. Er betonte die Bedeutung eines Binnenmarkts für Dienstleistungen, aber die sozialen Aspekte und die besondere Natur einer Anzahl Dienstleistungen ließen sich nicht verneinen.
Im
Europäischen Parlament sind zwanzig Ausschüsse gegründet worden, die sich
je aus 25 bis 78 Europaparlamentariern zusammensetzen. Jeder Ausschuss hat
eine(n) Vorsitzende(n), einen Vorstand und ein Sekretariat und tagt monatlich
oder halbmonatlich in Brüssel während der so genannten Ausschusswoche. Der
Ausschuss für Beschäftigung und Soziales wird kurz ,EMPL' genannt. Seine
Aufgabe besteht in der Erarbeitung, Abänderung und Genehmigung von Gesetzentwürfen.
Darüber hinaus schreibt er auf eigene Initiative Berichte. Für Eurofedop
ist es sehr wichtig, den Entwicklungen im Ausschuss EMPL auf dem Fuß zu folgen
und in ihm Kontakte zu unterhalten.
Am 24. Januar beteiligte sich Eurofedop an der Sitzung des europäischen Ausschusses EMPL. Auf der Tagesordnung standen u.a. die Auswirkungen und Folgen des Ausschlusses der Gesundheitsdienste von der ,Dienstleistungsrichtlinie'. Europaparlamentarier hatten Gelegenheit, über das Konzept der Stellungnahme des Ausschusses EMPL Gedanken auszutauschen. Der Bericht über die Zukunft der Gesundheitsdienste ist schwierig, denn es handelt sich um eine Politik, die auf der Ebene der Mitgliedstaaten reguliert wird. Trotzdem ist jedermann es darüber einig, dass wir bessere Bedingungen und Werte anstreben sollen, um die Lage der Patienten (und der Arbeitnehmer!) zu verbessern.
MdEP Milan Cabrnoch (EVP-ED-Fraktion) betonte die Bedeutung einer besseren
Regulierung der grenzüberschreitenden Gesundheitspflege. Er bedauerte den
Ausschluss der Gesundheitsdienste vom Anwendungsbereich der Dienstleistungsrichtlinie:
die Mobilität von Patienten und Gesundheitspflegeprofis führe manchmal große
finanzielle und administrative Schwierigkeiten herbei. Sein Kommentar veranlasste
zu kritischen Bemerkungen, namentlich seitens der PES-Fraktion und der Grünen.
Auch MdEP Ria Oomen-Ruijten (EVP-ED-Fraktion) hatte ihre Zweifel über den
Ein- bzw. Ausschluss der Gesundheitsdienste in Sachen Dienstleistungsrichtlinie.
Sie betonte aber die besondere Natur der Gesundheitsdienste und rief in diesem
Zusammenhang zu einer engeren Zusammenarbeit zwischen den Regionen auf.
Auch MdEP Anne Van Lancker (PES-Fraktion) hob den besonderen Charakter der Gesundheitsdienste hervor: ,Patienten sind mehr als nur Konsumenten,' sagte sie. Abschließend äußerte MdEP Jean Lambert (Grüne) ihre Besorgnis um das Gesundheitspersonal. Sie betonte, es handele sich um einen äußerst wichtigen Faktor, der in der Debatte über einen ,Rahmen für die Gesundheitsdienste' nicht vergessen werden dürfe.
Eurofedop
Eurofedop hat auf die Beratungsunterlage der Europäischen Kommission reagiert.
Diese Unterlage handelt in Hauptsache über die Mobilität von Patienten und
die Regulierung der grenzüberschreitenden Gesundheitspflege. Im Laufe dieses
Jahres werden wir das Ergebnis dieses Beratungsprozesses kennen und wissen,
was die Kommission über einen künftigen Rahmen für die Gesundheitsdienste
denkt.
Wir stehen auch in enger Verbindung mit mehreren Europaparlamentariern, die
an diesem Thema Interesse gezeigt haben. Während unseres Arbeitsfrühstücks
haben wir festgestellt, dass sich manche Europaparlamentarier, die meisten
aus den neuen Mitgliedstaaten, um die Migration von Gesundheitspflegeprofis
große Sorgen machen. Wir arbeiten jetzt an einem Follow-up zu diesem Arbeitsfrühstück
und suchen unvermindert nach Beiträgen zur Zukunft der Gesundheitsdienste
in Europa.
Der Ausschuss des Europäischen Sozialdialogs für die Lokalen und Regionalen
Verwaltungen versammelte sich am jüngsten 29. November in Brüssel. Namens
Eurofedop waren Kristien Van der Gucht (Belgien), Alzbeta Broszova (Slowakei)
und Alain Mazeau (Frankreich) anwesend.
Der Bericht über das vorige Treffen (31.01.2006) und die Berichte der Arbeitsgruppen
wurden genehmigt.
Gemeinsame Erklärung
Die Teilnehmer erörterten eine gemeinsame Erklärung von CEMR und EGÖD über
den Sozialdialog. Obgleich es sich um eine deutliche Erklärung handelte,
erwies sich, dass manche Schwierigkeiten vorlagen, um die Erklärung auf jedes
einzelne Land anzuwenden. Es herrschte Verwirrung über die konkrete Bedeutung
des Texts.
Grünbuch über Arbeitsrecht
Paul Cullen der Einheit Arbeitsrecht, DG EMPL, Europäischer Kommission, hielt
ein Referat über die Modernisierung des Arbeitsrechts. Er informierte die
Anwesenden über neue und künftige Aktivitäten der Europäischen Kommission
und beschrieb den Inhalt des Grünbuchs über Arbeitsrecht. Die Debatte über
Flexicurity und die ,Kombination von Arbeits- und Familienleben' in den lokalen
Verwaltungen muss in Zukunft noch intensiver geführt werden.
Der Vorsitzende schlug vor, Arbeitgeber und Arbeitnehmer sollten zunächst
getrennt und nachher gemeinsam tagen. Die Arbeitgeber erklärten, es solle
nich zuviel Gesetzgebung aus Europa kommen, denn die Lage sei von Mitgliedstaat
zu Mitgliedstaat verschieden. Die Arbeitgeber aus den nordischen Ländern
(Dänemark, Finnland, Norwegen) akzeptierten beschränkte Aktionen von Europa
aus, gaben aber ihre Furcht zu, dass sich die Normen immer mehr steigern
würden, bis die höchste Norm erreicht werden werde. Die Arbeitgeber reagierten
positiv auf die Anpassung der Arbeitszeit.
Ein Problem, das in ganz Europa in den lokalen Verwaltungen auftaucht, ist
die günstige Lage der vertraglichen im Vergleich zu den satzungsgemäßen Arbeitnehmern.
Es erhebt sich die Frage, wie wir das verhindern und für eine satzungsgemäße
Arbeitszeitregelung plädieren können.
Zudem wurde darauf hingewiesen, es sei im Grünbuch von den öffentlich Bediensteten
kaum die Rede. In der jüngsten Fassung sei lediglich von Tarifverträgen die
Rede.
Schlüsse der Arbeitsgruppen
Das Grünbuch ist ein guter Ausgangspunkt, aber das Endergebnis wird in Frage
gestellt. Das Problem ist die Notwendigkeit, in nächster Zukunft Beschlüsse
zu fassen, aber die Arbeitgeber wie auch die Arbeitnehmer geben zu erkennen,
dass sie mehr Zeit brauchen. Wie dem auch sei, jedermann befürwortet das
Grünbuch, denn Europa braucht eine Stimme, um den Entwicklungen in der
übrigen Welt (China, Vereinigte Staaten usw.) die Stirn zu bieten.
Schlüsse
Arbeitnehmer und Arbeitgeber werden versuchen, über die Anwendung des Grünbuchs
auf die lokalen Verwaltungen einen Vergleich zu schließen. Das soll eine
gemeinsame Erklärung werden, weil dann die Einwirkung stärker und die tatsächliche
Anwendung wahrscheinlicher wird.
Die Mitglieder werden aufgefordert, das Grünbuch zu lesen. EGÖD erwartet
von allen ihren Mitgliedsverbänden eine Antwort. Eurofedop kann das Grünbuch
auf der Sitzung ihres Berufsrats am 01.03.2007 (vor der Plenarsitzung am
27.04.2007) erörtern.
Im Februar wird der Geschäftsführende Vorstand zusammentreten (Initiative
von EGÖD?), und wird zu diesem Thema eine Sonderarbeitsgruppe errichtet werden.
Termine im Jahre 2007
Gendergleichheit, Arbeitsgruppe - 6. Februar
Plenarsitzung - 27. April
Gemeinsame Studie - 30. Mai
Grünbuch - 1.-2. März