IV. SOZPT-Kongress
13.-14.—XI.—2003, Bratislava, Slowakei

Vier Jahre nach dem III. Kongress traten die Delegierten aus dem Post- und Telekomsektor zusammen, um sich zu ihrem Aktionsprogramm zu äußern.
Jan Martinovic wurde wieder gewählt. Es oblag ihm die schwere Aufgabe, die Interessen von sowohl Post als auch Telekom zu wahren. Liberalisierung und Privatisierung haben den Zusammenhalt auf Gewerkschaftsebene vor Herausforderungen gestellt.
Der Druck wegen des Beitritts zur EU am 01.05.2004 und die von der Deutschen Telekom vorbereiteten Reformen spielen in der Slowakei eine wichtige Rolle.
Die Regierungs- und Arbeitgeberdelegationen brachten dem Publikum wenig hoffnungsvolle Botschaften. Der Vorsitzende des Berufsrats Post und Telekom, Manfred Wiedner, und Kollege Jadranko Vehar (RSRHPT, Kroatien) solidarisierten sich mit SOZPT.

Als Generalsekretär von Eurofedop betonte Bert Van Caelenberg in seiner Ansprache die Notwendigkeit von Reformen, auch in Gewerkschaftsangelegenheiten. Das Unterzeichnen des gemeinschaftlichen Besitzstands und des darin enthaltenen könne für die Regierung kein Endpunkt sein.
Bert Van Caelenberg beendete seine Ansprache mit "Europa wird sozial sein oder nicht sein".


Erweiterungskonferenz der öffentlichen Dienste in Europa
21.-22.—XI.—2003, Wien, Österreich

Europa wächst zusammen
"Wenn die Europäische Union zu einem Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts werden will, müssen in den Beitrittsländern die Strukturen der öffentlichen Dienste auf der Basis effizienter Gesetze gestärkt werden. Korruption ist ein Hindernis der sozialen und ökonomischen Entwicklung", erklärte GÖD-Vorsitzender Fritz Neugebauer zum Abschluß der EU-Erweitungskonferenz der öffentlichen Dienste in Wien.

Teilnehmer aus 11 mittel- und osteuropäischen Ländern berieten am Freitag und Samstag über die Voraussetzungen und Auswirkungen der EU-Erweiterung auf die Struktur öffentlicher Dienste und daraus folgend notwendige Veränderungen in den Beitrittsländern sowie potentiellen künftigen Beitrittskandidaten wie beispielsweise Kroatien.
In einem ersten Schritt wurde den Teilnehmern aus den MOEL die Funktionsweise des europäischen Sozialdialogs, der Aufbau und die Struktur der europäischen Sicherheitsarchitektur, die Notwendigkeit der interregionalen Zusammenarbeit und Innovationen für Verwaltungsabläufe am Beispiel E-Government dargelegt.

Sodann der Veränderungsbedarf für die öffentlichen Dienst in den Beitrittsländern definiert.
"Will Europa sozialen Fortschritt, ökonomische Prosperität und ein Kontinent der Demokratie und der Rechtsstaatlichkeit sein, braucht es einen starken öffentlichen Dienst", schließt der Generalsekretär von EUROFEDOP, Bert Van Caelenberg.
EUROFEDOP ist als Föderation der öffentlichen Dienste in Europa mit Sitz in Brüssel der Zusammenschluß aller christdemokratischenb Gewerkschaften der öffentlichen Dienst mit insgesamt 48 Mitgliedsorganisation aus 22 europäischen Ländern.

Le proposte per il Pubblico Impiego dell’UGL e dell’EUROFEDOP alla Presidenza Italiana della Ue
17.—XI.—2003, Rom, Italien

Am Aktivistentag haben über 100 Teilnehmer aus acht Sektoren mit den Führern von Eurofedop den gegenwärtigen europäischen öffentlichen Sektor erörtert.
Stellungnahmen der nationalen Sektoren der UGL wurden an den Aktionsprogrammen der Berufsräte von Eurofedop geprüft.
Leiterin der Debatten war Renata Polverini, Stellvertretender Generalsekretär der UGL. Für Eurofedop redete Bert Van Caelenberg über die Herausforderungen der Ausweitung. Bei diesem Punkt, auch Thema des italienischen Vorsitzes, war On Learco Saporito, Staatssekretär des öffentlichen Amts, ein aufmerksamer Zuhörer.
Die Debatten, die vormittags vorbereitet und von Jean Paul De Vos – Berufsrat Ministerien – und Kristien Van der Gucht – Berufsrat Lokale und Regionale Verwaltungen – auf ein europäisches Niveau gehoben wurden, vermittelten der Verwaltung ein klares Bild der Zielsetzungen von Eurofedop und der UGL.
Diese Sitzung, die von der internationalen Abteilung der UGL und dem Brüsseler Sekretariat von Eurofedop vorbereitet wurde, war ein wesentlicher Schritt im europäischen sozialen Dialog, der am 03.12.2003 in Rom während der Troika fortgesetzt werden wird.


Pressekonferenz Eurofedop - EVP
7. Oktober 2003
Europäisches Parlament (Brüssel)


Diese Konferenz hat im Europäischen Parlament stattgefunden. Die Anwesenden kamen vor allem aus den künftigen Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Slowenien, die Slowakei, Ungarn, Estland, Lettland und Polen waren vertreten. Eurofedop misst Kontakten mit Vertretern der künftigen Mitgliedstaaten großen Wert bei. Die Ausweitung steht vor der Tür, und das macht es wichtig, dass die neuen Staaten über die Möglichkeiten in Europa gut informiert sind. Eurofedop ist bereit zur Aufnahme von Gewerkschaften aus diesen Ländern, die einem Dachverband beitreten wollen. Der Generalsekretär, Bert Van Caelenberg, gab eine Präsentation über die Aktion von Eurofedop. Die Anwesenden waren sehr interessiert und reagierten begeistert.
Eurofedop ist schon seit langem dabei, Kontakte mit den künftigen Mitgliedstaaten herzustellen. Unser Generalsekretär erörtert das mit den Zuständigen für soziale und Beschäftigungsangelegenheiten in jedem Beitrittsland. Während jeder Unterredung stellt er unsere Organisation vor und erkundigt er sich nach der Sachlage in den jeweiligen Ländern. Der Generalsekretär reist auch durch Mittel- und Osteuropa, besucht dort und veranstaltet Konferenzen, Treffen und Präsentationen. Auf diese Weise bleibt unsere Föderation auf dem neuesten Stand. Auch dieses Treffen im Parlament wird von Gesprächen und Treffen gefolgt werden. Die Anwesenden werden auch zum Info-Tag eingeladen werde, den Eurofedop am 27. Januar 2004 veranstaltet. An diesem Tag wird Eurofedop in der Bibliothèque Solvay die Aktivitäten des Jahres 2004 bekannt machen. In diesem wunderschönen Raum werden wir erneut den Mitarbeitern der EVP begegnen.


Dritte europäische Soziale Woche
Bratislava (Slowakei), 16.-19.10.2003


"Das Engagement von Christen und christlichen Organisationen für den Aufbau der Europäischen Union "
Die Kernfrage für die Europäische Soziale Woche 2003 war: welche Rolle können christlich-soziale Organisationen in einer säkularisierenden europäischen Gesellschaft spielen? Aufgrund dieser Frage haben die Teilnehmer Perspektiven für die Möglichkeiten und Herausforderungen eröffnet, die sich ja für unsere Organisationen in Europa und der Europäischen Union von morgen präsentieren.
Das christliche Engagement ist da für das ganze gesellschaftliche Leben. Außer der Verkörperung in den klassischen christlich-sozialen Organisationen handelt es sich darum, dieses Engagement auch in neuen Bewegungen zu beweisen; solche neue Bewegungen befassen sich mit zukunftsorientierter Entwicklung, Gerechtigkeit, internationaler Solidarität, Bürgerschaft usw.
Die Teilnehmer haben das in drei Schritten vorgenommen:
1. Sie haben die Kennzeichen und Tendenzen der gegenwärtigen Kultur und politischen Realität der Europäischen Union analysiert.
2. Sie wollen zeigen, wie sich das christliche Vereinsleben entwickelt. Das christliche Engagement kann abhängig von religiösen, politischen und gesellschaftlichen Umständen auf verschiedene Weisen Gestalt bekommen. In Westeuropa streben Organisationen und Christen Erneuerung an; in Mittel- und Osteuropa bauen Christen meistens Initiativen vom Grund auf.
3. Sie formulierten aufgrund dieser Analyse und Erfahrungen und mit Einsicht in die Rolle unserer religiösen Organisation neue Handlungsperspektiven.
Mit über 100 Teilnehmern begann die Debatte nach Einleitungen von u.a. Ján Figel (Vorsitzendem des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten des Nationalrats der Slowakischen Republik), Jean-Luc Dehaene (Vizevorsitzendem des Europäischen Konvents, ehemaligem Premier von Belgien) und Michel Camdessus (Vorsitzendem der französischen sozialen Wochen, ehemaligem Generaldirektor des IMF).
Bert Van Caelenberg ergriff für Eurofedop das Wort über die sozialen Aspekte des Konvents und die grundsätzlichere Einstellung Mittel- und Osteuropas, wenn es sich darum handelt, in den sozialen Bewegungen die christliche Identität zu bewahren.
Die perfekte Organisation dieser Sozialen Woche war in den Händen von Bruno Machiels (ACW, Belgien), und sein Team hat denn auch Unterstützung dafür, das Treffen 2005 vorzubereiten. Eurofedop unterstützt diese Initiative und will weiter mitarbeiten.
Für weitere Auskünfte verweisen wir auf die Webseite der europäischen Sozialen Woche: http://www.eurosw.org.


FCG: 15. Bundestag unter dem Motto "Für Gerechtigkeit und Frieden

Der 15. Bundestag der Fraktion Christlicher Gewerkschafter im ÖGB wurde durch ein Referat von Pater Ulrich Zankanella feierlich eröffnet.
ÖGB-Vizepräsident Fritz Neugebauer erklärte, dass die FCG die Überparteilichkeit garantiere und der ÖGB tue gut daran, auch in Zukunft diese Überparteilichkeit hoch zu halten.
Diözesanbischof Dr. Maximilian Aichern dankte den Gewerkschaften, insbesondere den christlichen Gewerkschaftern, für ihre Arbeit. Sie würden für die Gerechtigkeit im Arbeitsleben eintreten und sie stünden in der ersten Reihe bei der Vermittlung der Werte der
Katholischen Soziallehre.
Die Würde des einzelnen, Solidarität, Subsidiarität und die Nachhaltigkeit wären als katholischen Prinzipien wichtiger denn je, wenn man nicht möchte, dass eine zukünftige Gesellschaft nur von Konsum und Profit geleitet sein soll.
NR Präs. Univ. Prof. Dr. Andreas Khol bekannte sich zu den Gewerkschaften sowie zur Arbeit der Personalvertretung und der Betriebsräte. Er selbst merkte an, Personalvertreter im Europarat gewesen zu sein. Er sagte, dass er sich eine starke Sozialpartnerschaft wünsche, denn "Macht" brauche einen Ausgleich.
Er würdigte ausdrücklich den christlich-sozialen Pionier Leopold Kunschak, den er als Vater des Gedankens der Einheitsgewerkschaft nannte. Er bekannte sich zum innergewerkschaftlichen Pluralismus und fügte an, dass die FCG durch das "Christlich" im Namen besonders
gefordert sei.
Bei den Wahlen zum Präsidium der Bundesfraktion Christlicher Gewerkschafter wurde der bisherige FCG-Bundessekretär Karl Klein zum neuen Vorsitzenden gewählt. Er folgt in dieser
Funktion damit Fritz Neugebauer nach, der vor kurzem zum ÖAAB-Bundesobmann gewählt wurde.
www.fcg.at


PanEuropa-Union Deutschland
XX. Andechser Europatag
18-19 Oktober 2003
Andechs (Deutschland)

“Soziale Gerechtigheit – Wahnidee von gestern“
Beim 20. Andechser Europatag wies Bernd Posselt, Präsident der Paneuropa-Union Deutschland und CSU Europaabgeordnete, darauf hin, daß die Menschen Einschnitte nur dann akzeptieren könnten, wenn sie wüßten, daß es um die langfristige Sicherung ihrer Würde, ihrer Rechte und der Existenz ihrer Nachkommen gehe. Sozialpolitiker müßten daher Designer sein, die Konzepte aus einem Guß entwickeln, und nicht Flickschuster, die ein Loch aufreißen, um das andere zu stopfen. Posselt forderte deshalb eine kraftvolle Erneuerung der christlichen Soziallehre in Schule, Universitäten, Kirche und Politik.
Der Andechser Europatag, den die Paneuropa-Union Deutschland zweimal jährlich mit dem Andechser Prior Pater Anselm Bilgri in dem oberbayerischen Kloster durchführt, stand diesmal unter dem Motto "Soziale Gerechtigkeit - Wahnidee von gestern?".
Stephan Graf Bethlen, zuerst als Wirtschaftswissenschaftler in Deutschland, dann als Banker in den USA und später als Parlamentarier wie als Unternehmer im postkommunistischen Ungarn tätig, unterschied zwischen jenen, die Soziale Marktwirtschaft mit einem großen oder mit einem kleinen S schrieben. Letztere seien ihre Gegner und betrachteten das Attribut "sozial" nur als schmückendes Beiwerk. Der eigentliche Vater der Sozialen Marktwirtschaft, Prof. Alfred Müller-Armack, Staatssekretär unter Ludwig Erhard, habe in den Begriff "Sozial" ein wesentliches, aktives politisches Handeln forderndes Korrektiv zum bloßen Wettbewerb gesehen. Die damals entwickelte vernünftige Mischung zwischen wirtschaftlicher Freiheit und einem gerechten Ordnungsrahmen gelte es heute zu europäisieren und auf die Globalisierung anzuwenden, die man nicht einfach erleiden müsse, sondern gestalten könne.
"Europa zwischen weltweitem Wettbewerb und sozialer Gerechtigkeit"
Der ehemalige Landesvorsitzende der Christlich-Sozialen Arbeitnehmerschaft, Peter Keller, kritisierte die mangelnde Durchschlagskraft der christlichen Sozialbewegung in der gegenwärtigen Reformdebatte. KAB, Familienbund und Kolpingwerk hätten Vorschläge vorgelegt, die einer größeren Beachtung bedürften. Keller: "Wenn man manche Reformvorschläge aus Berlin sieht, fragt man sich: Wo bleibt der Aufschrei?"
Der Medienmanager Dirk H. Voß, Landesvorsitzender der Paneuropa-Union Bayern, hob hervor, daß es in Zeiten knapper werdender Mittel immer mehr auf politische Prioritätensetzung ankomme. Es stelle sich nicht so sehr die Frage "Können wir das bezahlen?", sondern "Wollen wir das bezahlen?" Wenn in einer Gesellschaft der christliche Konsens wegfalle, dauere es offenbar nicht lange, "bis auch der soziale Konsens wegbricht."
Generalsekretär Bert van Caelenberg, wies darauf hin, daß der Einzelstaat angesichts der Globalisierung rasant an Handlungsfähigkeit verliere, was gemeinschaftliches europäisches Handeln notwendig mache. Wenn der Staat sich auf die Gebiete Sicherheit und Justiz zurückziehe, gebe er wichtige Instrumente für das Funktionieren der Gesellschaft aus der Hand. Die Kombination zwischen wirtschaftlichem Wettbewerb und Erneuerung der christlichen Soziallehre sei eine Chance nicht nur für die bisherigen 15 EU-Mitgliedstaaten, sondern vor allem auch für die Beitrittskandidaten.
Der soeben für die zur bayerischen Staatssekretärin berufene Emilia Müller ins Europaparlament nachgerückte junge Paneuropäer Martin Kastler schilderte die Stimmung unter den Arbeitnehmern als düster, weil niemand wisse, wie es weitergehe. Er berichtete über seine Kontakte mit den christlichen Gewerkschaften in der Tschechischen Republik, die mit denselben Problemen zu kämpfen hätten und denen es ebenfalls an Führungspersönlichkeiten mangele. Hinzu komme, daß die Parteisituation der Christdemokraten in Kandidatenländern wie der Tschechischen Republik sehr diffizil sei.
Der Direktor des Instituts für Franziskanische Studien in Krakau, Prof. Zdislaw Josef Kijas, erinnerte daran, daß die Befreiung Mittel- und Osteuropas vom Kommunismus von einer Bewegung ausgegangen sei, die sich nach einem der drei Schlüsselbegriffe der katholischen Soziallehre "Solidarität" genannt habe
Forumsleiter Karl Georg Gruber, zwanzig Jahre lang Korrespondent des Süddeutschen Rundfunks beim Straßburger Europaparlament, ließ seine reichen europapolitischen Erfahrungen in die Kontroverse Sozialdebatte einfließen. Gruber: "Wer sich mit Europa und dem Europäischen Gedanken beschäftigt hat, weiß, daß es manchmal 20 Jahre dauert, bis etwas in Ordnung kommt. Aber das ist immer noch kürzer als der Dreißigjährige Krieg." Der aus Südböhmen stammende Moderator zeigte sich glücklich über die Chancen und Perspektiven, die sich Europa durch den Wegfall des Eisernen Vorhanges und die bevorstehende EU-Osterweiterung böten. Diese, so Gruber, solle man nicht zerreden oder durch Miesmacherei gefährden.


PURUVANAKESED
Tallinn (Estland), 18.-19.IX.2003


Aili Kogerman, Bert Van Caelenberg, Silvia Oja
Während seines Aufenthalts in Tallinn besuchte Bert Van Caelenberg die oben genannte NRO. Die NRO “Puruvanakesed” ist ein Verein, der sich besonders auf die Leistung wohltätiger Hilfe an alte Leute (ab 70 Jahren) verlegt.
Sie helfen einander nach dem Prinzip: "Stärkere helfen Schwächeren”:
- Verein pensionierter Lehrer von Tallinn.
- Selbsthilfegruppe älterer Bürger “Liivalai”.
- Union ehemaliger Gesundheitsarbeiter von Tartu "Wohltätigkeit”.
Die Organisation leistet auch Hilfe beim Finden von Heimpflege oder Betreuung zu Hause aus:
- “Nõmme Assistant”.

Diese NGO, die mit der ESU (Europäische Seniorenunion) und der EVP (Europäische Volkspartei) zusammenarbeitet, ist bereit, durch Unterkunftsmöglichkeiten für Seminare und Kontakte in Estland eine Brücke zu wahrhafterer Integration der Bevölkerung in die Europäische Union zu bauen.
Bert Van Caelenberg gratulierte ihnen zur Initiative und sprach die Hoffnung aus, beim Ergreifen gewerkschaftssozialer Initiativen gemeinsam vorgehen zu können.


16. Jährliches Seminar von ENTO
Tallinn (Estland), 18.-19.IX.2003


Ulrich Bohner, Bert Van Caelenberg

Das 16. jährliches Seminar von ENTO fand am 18. und 19. September 2003 in Tallinn (Estland) statt. Thema des Seminars war: "Instrumente zur Verbesserung der lokalen öffentlichen Verwaltungen". Das Seminar war vor allem als Forum für eine eingehende Debatte und den Austausch von Information, Erfahrungen und guten Praktiken gemeint, und namentlich über die drei wichtigsten Unterthemen:
- strategische Planung,
- Qualitätsmanagement in den öffentlichen Diensten,
- Benutzer und Diensleistungserbringer: Zusammenarbeit oder Antagonismus?
Das Seminar kam in Zusammenarbeit mit dem Kongress der Gemeinden und Regionen in Europa und dem Zentrum für Programmentwicklung (EMI-ECO, Estland) zustande. Zielgruppe waren Leiter von Bildungszentren, Bildungsleiter in den lokalen öffentlichen Diensten, Beschlussfasser, Gewählte der lokalen und regionalen Verwaltungen, und Bildungspersonal. Die Organisation und Struktur des Seminars beruhten auf neuen Arbeitsmethoden wie offenem Raum, Marketing und Netzwerkarbeit.
Der Generalsekretär von EUROFEDOP ersetzte auf diesem Seminar den Vorsitzenden des Berufsrats Lokale und Regionale Verwaltungen und präsentierte die Ergebnisse unserer Seminare in Fredericia und Athen sowie unsere Stellungnahme zu den "Leistungen der Daseinsvorsorge" KOM 2003(270) er EU.

Die Stellungnahme, dass "Bildung" nicht nur eine Notwendigkeit, sondern auch ein Recht ist, dass es zwischen den Erwartungen des Personals bzw. des Managements ein Gleichgewicht geben muss und dass "Onlinebildung" ein Mittel, aber kein Ziel an sich sein kann, wurde in die Beschlüsse aufgenommen.
Tallinn war denn auch der ideale Ort dafür, den Delegierten aus Frankreich, Deutschland, der Schweiz, der Tschechischen Republik, der Türkei, Ukraine, Russland, Armenien, Portugal, Spanien, Litauen und Estland die Aktualität von EUROFEDOP bei den lokalen Verwaltungen vorzustellen.
Bert Van Caelenberg hatte auch mit Ulrich Bohner, seit dem 01.09.2003 Exekutivdirektor des Kongresses der Gemeinden und Regionen in Europa (KGRE), eine Unterredung über die Aktion von EUROFEDOP beim und ihre Beziehung zum Europarat.
Die Unterlagen und Berichte zu diesem Seminar sind verfügbar auf der Webseite von ENTO. Der Berufsrat Lokale und Regionale Verwaltungen wird aufgefordert werden, die Ergebnisse dieser Konferenz zu beurteilen.


Für weitere Auskünfte:
www.ento.org
www.coe.int/cplre


Europäisches Parlament
Sozial- und Beschäftigungspolitik
Angemessene und nachhaltige Renten
Gemeinsamer Bericht der Kommission und des Rates über angemessene und nachhaltige Renten


Dok.: A5-0259/2003
Das Europäische Parlament unterstreicht, dass grundsätzlich die Mitgliedstaaten für die Rentenpolitik und die Finanzierung verantwortlich bleiben und bleiben müssen, wodurch jedoch der europäische Beitrag nicht geschmälert wird. Die Abgeordneten begrüßen die enge Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten in der Rentenpolitik gemäß der Methode der offenen Koordinierung. Dabei sollen drei grundsätzlichen Ziele auf lange Sicht erreicht werden: Angemessenheit, finanzielle Tragfähigkeit und Modernisierung der Renten. Im Rahmen der offenen Koordinierung werden bewährte Praktiken ausgetauscht. Auch geht es darum, gemeinsame Ziele festzulegen und sie in die nationalen politischen Strategien einzubeziehen.
Die Abgeordneten sind der Ansicht, dass sich jede Analyse der derzeitigen und künftigen Rentensysteme nicht auf die finanzielle Dimension beschränken darf, sondern auch soziale und Wohlfahrtsaspekte berücksichtigen muss. Hierbei muss untersucht werden, inwieweit Rentensysteme zur Solidaridität innerhalb und zwischen den Generationen beitragen. Nach Ansicht der Abgeordneten ist die beste Art, zukunftssichere Renten zu gewährleisten, die Vollbeschäftigung mit qualitativ hochwertigen Arbeitsplätzen in einem gesunden und sicheren Arbeitsumfeld.
Die Abgeordneten fordern, dass die Anhebung des effektiven Rentenalters durch Anreize und nicht durch abschreckende Maßnahmen wie z. B. die drastische Kürzung der Bemessung der Rente erfolgt Die Modernisierung der bestehenden Rentensysteme muss auch den veränderten gesellschaftlichen Erfordernissen Rechnung tragen, wie beispielsweise dem stetigen Anwachsen der Zahl von atypischen und mobilen Arbeitnehmern sowie "Quasi-Mitarbeitern". Die Mitgliedstaaten werden aufgefordert, in ihrem Rentensystem alle Diskriminierungen aus Gründen des Geschlechts zu beseitigen . Hauptaufgabe in dieser Hinsicht ist die Anhebung des Beschäftigungsniveaus bei gleichem Lohnniveau für Frauen.
Dok.: A5-0259/2003: http://wwwdb.europarl.eu.int/oeil/OEIL4.FR213a_en

Dok.: A5-0259/2003: http://wwwdb.europarl.eu.int/oeil/OEIL4.FR213a_fr

SZEF-Kongress
Budapest, 16.-17.05.2003


Am 16. und 17. Mai 2003 wurde in Budapest der 3. Kongress der SZEF veranstaltet. Vorsitzender Endré Szabó, Gründer dieser ungarischen Konferenz, konnte während der feierlichen Eröffnung auf die Anwesenheit von Ministerpräsident Péter Meggyesy und drei am sozialen Dialog in den öffentlichen Diensten beteiligten Ministern rechnen..
Bert van Caelenberg dankte als Vertreter von Eurofedop für die Jahre der guten Zusammenarbeit. Der Beitritt zu Europa wird auch eine Anzahl Reformen der öffentlichen Dienste herbeiführen. Für Eurofedop ging der Generalsekretär näher auf das Thema des sozialen Dialogs ein.
Dieser soziale Dialog schafft eine stabile Wirtschaft und ein besseres Klima für Investitionen in Menschen und Dienste.
Der Kongress drängte bei den Politikern darauf, einen neuen Tarifvertrag für die Ministerien zu schließen.
Ihr Aktionsprogramm 2003-2007 dreht um die Themen Beschäftigung, Lohnpolitik, Europäische Sozialcharta, Pensionssysteme und internationale Beziehungen.
Der Kongress endete mit den Vorstandswahlen. Er wählte Endré Szabó zum Vorsitzenden.
Mitgliedsverbände der SZEF
Verband der Ungarischen Gewerkschaften des Öffentlichen Dienstes (KSZSZ)
Union of Workers in Public Collections and Public Education (KKDSZ)
Union of Hungarian Public Employees and Civil Servants (MKKSZ)
Fedeartion of Art Unions (MSZSZ)
Democratic Union of the Workers in Public Health (EDDSZ)
bvc

FCG-Kongress
Wien, 13.05.2003


Willy RussManfred Wiedner zum Vorsitzenden der Fraktion Christlicher Gewerkschafter in der Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten wiedergewählt
Der 15. Kongress stand unter dem Druck der nationalen Gewerkschaftsaktualität in Österreich. Über 100.000 Demonstranten versammelten sich in Wien, um gegen die Altersrentereformen der Regierung zu protestieren.
Die Eröffnungsrede hielt Fritz Neugebauer als Vorsitzender der FCG-Fraktion im ÖGB. Seine Rede war für die Presse ein wichtiges Element in den Aktionen dieses Tags. In seinem Grußwort ging Generalsekretär Bert Van Caelenberg näher auf die Reformen im Post- und Fernmeldewesen ein. Er wies auf die Bedeutung von HRM hin: „mehr mit weniger tun“ könnte durchaus zu „alles mit nichts tun“ führen.
Die zum Kongress eingeladenen Mitgliedsverbände von Eurofedop aus dem Post- und Fernmeldewesen waren mit einer starken Delegation präsent. In seiner Rede in ihrem Namen ging Willi Russ auf sektorbezogene Themen ein.
Am Rande des Kongresses wurden Seminare für die Kollegen aus Kroatien verabredet. DPV (Deutschland) und FCG (Österreich) werden in Deutschland bzw. Graz Bildungskurse veranstalten.
bvc

17. Weltkonferenz Post- und Expressdienste:
Führer des Sektors treffen sich in Rom
Rom, 13., 14., 15. Mayi 2003


Spitzenmanager der Post- und Expressdienste haben sich in Rom getroffen, um über die Zukunft ihrer Märkte Gedanken auszutauschen und zu erörtern, wie sie ihre Kunden zufrieden stellen können.
Der europäische Markt ändert sich schnell infolge der Liberalisierung. Der wachsende Wettbewerb der Post- und Expressnetzwerke eröffnet neue Märkte, bildet neue Allianzen und schafft neue Chancen. Ist das alles gut für den Kunden? Was ist der Mehrwert? Welche Zukunft hat der Sektor? Was sind die Bedrohungen, was die Chancen?
Unter den 240 Teilnehmern an der Weltkonferenz der europäischen Post- und Expressdienste befanden sich 40 Präsidenten und Aufsichtsratsvorsitzende des Sektors. Die Spitzenebene und die Verschiedenheit der Teilnehmer (es waren über 25 Länder vertreten), das „Triangle“-Programm, gaben den Delegierten zweifellos viel Zeit, einander zu begegnen.
Einige interessante Ansprachen waren:
- Der künftige Kunde der Expressdienste, Uwe Doerken, Aufsichtsratsvorsitzender, DHL
- Der kunftige Kunde der Postdienste, Michael Critelli, Präsident & Aufsichtsratsvorsitzender, Pitney Bowes Inc.
- Beste Praktiken im Postwesen, Alice Kijak, Vizepräsidentin Gemeinsame Dienste, America´s Readers Digest.
Mehr mit weniger tun kann zu alles mit nichts tun führen.
Am 14. Mai während der Eröffnungssitzung präsentierte unser Generalsekretär den gewerkschaftlichen Standpunkt zur Durchführung einer echten Humanressourcen-Politik in sich ändernden Umständen. Er tat das aufgrund der Erörterungen in unserem Berufsrat Postwesen und seiner zehnjährigen Erfahrung als Vertreter der Europäischen Föderation der Öffentlich Bediensteten.

- Durch ihre besondere Beziehung zu den Arbeitgebern haben die Gewerkschaften in der Umwandlung von öffentlichen Postdiensten in private Postoperatoren und der daraus hervorgehenden Mentalitätsänderung eine erstrangige Rolle gespielt.
- Von Bedeutung in Bezug auf das Personal sind Kommunikation, Motivierung und Know-how.
- Individuelle Beteiligung des Personals ist wesentlich für den Erfolg einer Operation, bei der die Qualität der Dienstleistung zentral steht. Nicht das Organisationsschema, sondern der menschliche Faktor ist für die Leistungen eines Postdienstes in einer sich ändernden Umgebung entscheidend.
- Zur Schaffung eines günstigen Klimas für diese Änderung ist ein Dialog zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern von größter Bedeutung. Der Hauptgrund dafür ist, dass ein Großteil der Änderungen bei der Ausführung misslingt, weil die Arbeitnehmer nicht an der Planung beteiligt wurden. In einem gut funktionierenden sozialen Dialog, der auf Vertrauen basiert und darauf abzielt, die Bedürfnisse des Betriebs und diejenigen der Arbeitnehmer miteinander in Einklang zu bringen, ist es möglich, Verantwortung zu teilen und die Modalitäten der Änderungen zu erörtern.
Unser Generalsekretär traf sich während der Konferenz auch mit Vertretern der UGL und erörterte mit ihnen die Reform der öffentlichen Dienste in Italien. S. die Webseite, Public Services Reforms Italy 25/3.
Interessante Webseiten:
www.mailawards.org
www.triangle.eu.com/conferences/worldexpress2004/WME_Europe_Berlin2004.htm


CARTEL ALFA
Gründung einer Christlichen Polizeigewerkschaft in Rumänien

Polizeiseminar in Bukarest am 22. Februar 2003: Unter dem Vorsitz von Staatssekretär Abraham, dem Präsidenten von CARTEL ALFA Bogdan Iuliu Hossu und unter großer medialer Anteilnahme stellten die genannten EPU-Vertreter ihre Aktivitäten im Rahmen der europäischen Polizeigewerkschaftsarbeit dar und führten in Organisationsformen und Arbeitsweisen verschiedener Polizeigewerkschaften in Europa (Beispiele: Ungarn, Kroatien, Italien, Frankreich Deutschland, Niederlande, Österreich) ein. Am Seminar nahmen insgesamt rund 30 Personen der am 7. September 2001 vereinbarten Zielgruppe teil. In Übereinstimmung zwischen STS Abraham und Präsident Hossu wird nun die formelle Gründung der „Christlichen Polizeigewerkschaft Rumäniens“ im Verband von CARTEL ALFA vorgenommen.
Wien, am 24. Februar 2003
Hermann Feiner


Ich bin gerne Polizeibeamtin/Polizeibeamter weil ich:

für unsere Gesellschaft, für meine Familie und Freunde eine sinnvolle Aufgabe erfülle.
mein fachliches und soziales Können jederzeit im Umgang mit Menschen einsetzen kann.
eine Tätigkeit ausübe, die hohes Ansehen in der Bevölkerung genießt.
mich in guter Kollegialität gesichert und anerkannt erlebe.
einen krisensicheren, festen Arbeitsplatz habe.
mein Tun als interessant und abwechslungsreich empfinde.
von den angemessenen Versorgungsleistungen der “Polizei-Verwaltung” profitiere…Dr. K. E. Buchmann
Koordinierungsstelle
Konflikthandhabung/Krisenmanagement
Hochschule für Polizei
Sturmbühlstraße 250
78054 Villingen-Schwenningen


Europäischen Parlament - Mensenrechte
“Sacharov-Preis für geistige Freiheit"

Seit 15 Jahren erhielten den Sacharow-Preis Persönlichkeiten oder Organisationen, die dem Einsatz für die Menschenrechte in ihren Ländern ihren Stempel aufgedrückt haben.
In diesem Jahr beschloss das Europäische Parlament, seinen Sacharow-Preis einem Freiheitskämpfer in Kuba zu verleihen, nämlich Oswaldo Jose PAYA SARDINAS, dem Gründer der Christlichen Befreiungsbewegung.
Oswaldo Jose PAYA SARDINAS stellt heute für die Kubaner das dar, was Andrej Sacharow in den 80er Jahren für viele Sowjetbürger verkörperte: die Hoffnung.

Seit seiner Jugend belästigt, verfolgt, bedrängt, verurteilt wegen seiner offen kritischen Haltung zur offiziellen Regierungspolitik, engagiert er sich dennoch erst recht für den Aufbau seiner Bewegung. Er setzt sich für den nationalen Dialog ein, damit in Kuba demokratische Veränderungen möglich werden. Unermüdlich arbeitet er dafür, dass eine gewaltfreie demokratische Alternative, die sich auf eine möglichst offene Koalition stützt, aufgezeigt wird.