Erklärung
(Entwurf)

Die Delegationen der Interessenvertretungen der Deutschen, österreichischen, kroatischen und slowakischen Grrenzschutz- und Polizeigewerkschaften, sowie die gewerkschaftlichen Verbände des Innenministerium der ungarischen Republik, Mitgliern Eurofedop, haben am 01. Oktober 2002 im Landeskommando der Grenzwache in budapest eine gemeinsame Beratung durchgefürt. Igor Lensky, Vizevorsitzender für Zentral- und Ost-Europa, war in Name der Vorstand. (Eurofedop) anwesend.
Die Teilnehmer der Beratung haben in den Fragen der zukünftigen Zusammenarbeit und der Koordinierung der gemeinsamen Aufgaben übereingestimmt.
Die Erweiterung der Europäischen Union erhebt einen gro_en Anspruch aan die gemeinsame Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit und der gemeinsamen Verantwortung für den Schütz der Au_engrenzen der Europäischen Union. Die in Budapest anwesenden Gewerkschafter haben deshalb die Koorinierung der gemeinsamen Aufgaben für eine herauragende und bedeutsame Aufgabe.
Die Delegationen haben regelmä_ige Konsultationen und Abstimmungen zu Fragen der Interessenvertretung der Beschäftigten in den Beriechen Polizei, Grenzschutz, Feuerwehr und Katastrophenschutz vereinbart.
Die Teilnehmer unterstützen den Ausbau und die Stärkung der Organisationen in den Bereichen öffentliche Sicherheit und Grenzschutz der Länder, die der Europäischen Union beitreten werden. Sie halten es für erforderlich, dass alle Ma_nahmen, die im Zusammenhang mit der Erweiterung der Europäischen Union stehen, so z.B. der Ausbau der Au_ebgrenzkontrollen und die Übernahme des Europäischen Sicherheitsstandards, durch finanzielle Mittel der Europäische Union unterstützt werden.
Die Sicherheitsorganisationen der Beitrittskandidaten und deren Personal müssen auf den Sicherheitsstandard der Europäischen Union vorbereitet werden. Dies stellt hohe Anforderungen an die Aus- und Fortbildung und die zu entwicklnde Organisationsstruktur.
Die Teilnehmer der Beratung sind der Überzeugung, dass die Dienst- und Arbeitsbedingungen entsprechend der zu erfüllenden Aufgaben und die Beahlung der Bediensteten aus den Bereichen Sicherheit und Grenzschutz in Übereinstimmung mit den zu erfüllenden Anforderungen gestaltet werden müssen. Ziel muss eine vergleichbare bezahlung von Beschäftigten im Bereich Sicherheit und Grenzschutz innerhalb der Europäischen Union sein.
Die Delegationen bewerten die Unterstützung der Beitrittskandidaten zur Europäischen Union in den Bereichen öffentliche Sicherheit und Grenzschutz durch die Mitgliedsstaaten der Europäischen union für sehr wesentliche und beurteilen diese erfolgreich.
Die Gewerkschaftsvertreter stimmen darin überein, dass für alle Gewerkschaftsorganisationen in der Europäischen Union, speziell aber in den Bereichen Sicherheit und Grenzschutz, die gleichen rechtlichen Rahmen- und Arbeitsbedingungen zur Wahrnehmung der Interessenvertretung der Beschäftigten gleich sein müssen. Sie fodern die internationalen Interessenvertretungen Europäische Polizeiunion EPU und EUROFEDOP auf, sich hierfür entsprechend einzusetzen.
Die Delegationen sprechen der ungarischen Grenzwahe hohe Anerkennung beim Ausbau ihrer Au_engrenzen als zikünftige europäische Aus_engrenzen miet einem hohen Sicherheitsstandard aus. Sie halten es für wichtig, dass die ungarische Grenzwache de politische und finanzielle Unterstützung des Innenministeriums und der Regierung bekommt, um den zukünftigen Anförderungen gerecht zu werden.
Die Vertreter der ungarischen Grenzschutzgewerkschaft und des Bundesgrenzschutz-Verbandes haben vereinbart, im September 2003 eine Konferenz in Budapest zur Lage der grenzpolizeilichen Organisationen in den mittel- un osteuropäischen Ländern und zu den Arbeits- und Lebensbedingungen dere Beschäftigten durchzuführen.
Budapest, den 01. Oktober 2002

Situation der Beschäftigten in den Telekomunternehmen in Kroatien und der Slowakei

Die Spitzenvertreter der EUROFEDOP Gewerkschaften aus Deutschland (DPVKOM), Slowakei (SOZPT) und Kroatien (RSR HPT) haben sich am 15 Mai 2002 in Bonn getroffen und die Situation der Beschäftigten in den Telekomunternehmen kritisch diskutiert. Sie beschließen folgende Resolution:
1. Der soziale Dialog in der Slowakei führt zu Unzufriedenheit bei den Beszchäftigen und den Gewerkschaften. In Kroatien findet der soziale Dialog nicht statt. Dies führt zu unnötigen Problemen in den Telekomunternehmen.
2. Täglich wächst in diesen beiden Ländern die Besorgnis über die Arbeitsplätze und die soziale Zukunft der Arbeitnehmer wegen der Verletzungen gegen die geltenden Arbeitsgesetze und Tarifvertäge. Dies führt auch zum Verlust des Image der Deutschen Telekom in Kroatien und in der Slowakei, die in den beiden Ländern Mehrheitseigentümer ist.
3. In der Slowakei ist festzustellen, dass nach der Mehrheitsübernahme der Deutschen Telekom viele Arbeitnehmer ihren Arbeitsplatz verloren haben.

Diese Tendenz wird mit Sorge in Kroatischen Telekom (HT) fast identisch ist, wie die Arbeitsweise der DT Vertreter im Vorstand der slowakischen Telekom.
4. Immer schlechter werdende Geschäftsergebnisse sind ein Zeichen, dass die Vorstände dieser Aktiengesellschaften nicht wie erwartet funktionieren. Diese schlechten ergebnisse gefährden die Arbeitsplätze und die soziale Zukunft der Beschäftigten in Kroatien und der Slowakei.
Die Gewerkschaften erwarten eine verbesserung der Situation in Kroatien und in der Slowakei und fordern auch die Unterstützung durch die Deutschen Telekom.

Jan Martinovic Jadranko Vehar Horst Sayffaerth
Vorsitzender SOZPT Vorsitzender RSR HPT stv. Bundesvorsitzender DPVKOM


TAGUNG DER TROIKA DER FÜR DIE ÖFFENTLICHEN VERWALTUNGEN VERANTWORTLICHEN GENERALDIREKTOREN UND DER GEWERKSCHAFTEN
Madrid, 13. Juni 2002

Der fast vollzählige Geschäftsführende Vorstand von Eurofedop hat am 13. Juni 2002 in Madrid unter dem spanischen Vorsitz an der Troika der für die öffentlichen Verwaltungen verantwortlichen Generaldirektoren und der Gewerkschaften teilgenommen.
Auch der Europäische Gewerkschaftsverband für den Öffentlichen Dienst (EGÖD) sowie die Union der Gewerkschaften für den öffentlichen Dienst und die Europäische Union der Unabhängigen Gewerkschaften (USSP/CESI) hatten starke Delegationen entsandt.
Durch die gefüllte Tagesordnung und den Überfluss an Information blieb für eine Debatte kaum Zeit übrig.
Das Hauptthema waren die ENTSCHLIESSUNGEN DER FÜR DIE ÖFFENTLICHEN VERWALTUNGEN VERANTWORLICHEN MINISTER (RIOJA), durch die sie das Aktionsprogramm der Generaldirektoren genehmigten, die sich am 27. und 28. Mai 2002 in Rioja vesammelt hatten.
Menschliches Potential
Die Minister betrachten das menschliche Potential als der Schlüssel zur Modernisierung der öffentlichen Verwaltungen. Dementsprechend haben sie die Generaldirektoren aufgefordert, die Arbeiten in der Arbeitsgruppen "Humanressourcen" fortzusetzen. Es muss die Absicht sein, die öffentlichen Dienste der demographischen Evolution unserer Gesellschaft anzupassen und die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien in ihre Verwaltungen einzugliedern.
In diesem Zusammenhang betonen sie die Bedeutung davon, die ursprüngliche Funktion und deren ununterbrochene Ausführung zu gewährleisten.
Innovierende öffentliche Dienste
Die Minister sind davon überzeugt, dass die Qualität der Dienstleistung der öffentlichen Verwaltungen eine der wesentlichen Stützen der Aktion der europäischen öffentlichen Verwaltungen darstellen soll. Aus diesem Grund unterstützen sie die Veranstaltung der zwischen europäischen Konferenz über qualitativ starke öffentliche Dienste, die im Oktober 2002 in Kopenhagen stattfinden wird.
Sie fordern die Generaldirektoren auf, diese Initiative regelmäßig zu wiederholen.
Sie sind der Ansicht, dass im Hinblick auf eine Qualitätsverbesserung ein gemeinsamer Beurteilungsrahmen (CAF) erarbeitet werden muss. Sie fordern die Generaldirektoren auf, diese Aufgabe zu übernehmen.
Sie unterstützen die in diesem Bereich bereits eingeleiteten Arbeiten, und namentlich diejenigen, die darauf abzielen, ein europäisches Vergleichs- und Evolutionsnetzwerk (EBN) der besten verwaltungsmäßigen Praktiken zu errichten.
Sie ermutigen Initiativen, die darauf abzielen, die Verwendung der Leistungsindikatoren zu verallgemeinern.
Elektronische Verwaltung
Die Minister verpflichten sich zur Durchführung einer Politik, die es ermöglichen soll, bis 2005 elektronische öffentliche Dienste einzuführen.
Sie setzen den Austausch ihrer Erfahrungen mit der internen Reorganisation der öffentlichen Verwaltungen fort und bestätigen erneut die Notwendigkeit einer kohärenten europäischen Politik im Bereich der elektronischen Identifizierung und Legalisierung.
Sie drängen darauf, dass die verschiedenen Ebenen der öffentlichen Verwaltung (lokal, regional, national, europäisch) und der Privatsektor an dieser Operation beteiligt werden.

Qualität der Rechtsvorschriften
Der Mandelkern-Bericht formuliert eine Anzahl Empfehlungen zur Verbesserung der Qualität der Rechtsvorschriften. Das ist eine Priorität für das reibungslose Funktionieren der Union im Hinblick auf ihre Ausweitung.
Sie beauftragt die Mandelkern-Gruppe damit, über ihren Aktionsplan und über die Ergebnisse der Anwendung der Techniken zur qualitativen Verbesserung der Verhandlungen in den Mitgliedstaaten regelmäßig zu berichten.
Ausweitung der Europäischen Union
Die nächste Ausweitung der EU wird sich auf die Entwicklung der Zusammenarbeitsprogramme auswirken.
Die beitrittswilligen Länder werden eingeladen, unter dem dänischen Vorsitz an einer Tagung der Generaldirektoren teilzunehmen.
Sozialer Dialog
Die Minister, die die Bedeutung des sozialen Dialogs hervorgehoben haben, ermutigen die Generaldirektoren, durch die von der Troika eingeführten Versammlungen den Austausch von Information mit den europäischen Gewerkschaften fortzusetzen.
Sie fordern die Kommission auf, die Studie über die Repräsentanzkriterien für Gewerkschaften auf der Ebene der Union zum Abschluss zu bringen.
Prioritäten der Arbeitsgruppe "Humanressourcen" (Generaldirektoren) bis zum 31.12.2003
1. Verringerung und Beseitigung der formellen und informellen Hindernisse für den freien Verkehr zwischen den öffentlichen Verwaltungen der Mitgliedstaaten (Nationalitätsbedingung, Diplom, Anerkennung des Dienstalters und Berufserfahrung)
2. Einwirkung der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien auf die Bedürfnisse und Verwaltung des menschlichen Potentials
3. Einwirkung der demographischen Evolution (Überalterung der Bevölkerung) in den Mitgliedstaaten und deren öffentlichen Verwaltungen auf den Arbeitsmarkt der Verwaltungen, die sich auf die Leistungssteigerung und den Arbeitskräfteverlust auswirken wird. Es soll zwischen diesem Thema und der Studie über die Faktoren, die auf die Anziehungskraft der Beschäftigung in den öffentlichen Diensten und die Evolution der leistungsabhängigen Besoldung Einfluss ausüben, ein Zusammenhang hergestellt werden
4. Ausbildung soll ein Hauptthema sein.
Prioritäten des dänischen Vorsitzes
Im zweiten Halbjahr 2002 stehen die nachstehenden Prioritäten auf der Tagesordnung des dänischen Vorsitzes:
- die zweite Konferenz über die Qualität des öffentlichen Diensts, in Kopenhagen vom 2. bis 4. Oktober 2002
- die Erarbeitung einer Neufassung des Allgemeinen Beurteilungsrahmens (CAF) über die Qualität des öffentlichen Diensts
- die Definition einer vereinfachten Berichtsprozedur für die Weiterleitung von Information über "E-Government"
- in Bezug auf die Verwaltung der Humanressourcen wird die Aufmerksamkeit vor allem der Mobilität der Arbeitnehmer (Beseitigung von Hindernissen) und den Folgen der Überalterung der Berufsbevölkerung (Einwirkung der demographischen Evolution auf die Einstellungspolitik) gelten.
Im November 2002 soll ein neues Treffen Troika – Gewerkschaften stattfinden.
J-PD


Pressemitteilung
Europäische Polizei Union – EPU: Sicherheit ist grenzenlos
Luxemburg, 20.06.2002

Die europäische Polizeigewerkschaft stellt Forderungen an die Tagung des Rates der Europäische Union in Sevilla
Europa steht unter einem massiven Migrationsdruck, der sich in den nächsten Jahren noch erheblich verstärken wird. Daher ist die Sicherung der Außengrenzen einer größer werdenden Europäischen Union ein wesentlicher Eckstein der EU-Migrationspolitik. Es geht um Lastenverteilung zwischen den Binnen- und Außengrenzländern der Union. Der Schwerpunkt der polizeilichen Arbeit ist auf die illegale Einwanderung zu legen, zumal damit organisierte Kriminelle unter Ausnützung der sozialen Zwangslage von Menschen durch Schlepperei, Menschenhandel und Suchtgifthandel ungeheure Einkünfte lukrieren. Europa muss aber immer Platz für verfolgte Menschen haben.
Die Europäische Polizei Union begrüßt Reformen in den europäischen Polizeien, wenn in den Reformprozess Gewerkschaften als Vertreter der Reformbetroffenen eingebunden werden. In den letzten 10 Jahren hat es speziell in den Niederlanden, beim deutschen Bundesgrenzschutz als Polizei des Bundes und in Belgien tiefgreifende Polizeireformen gegeben. Speziell die Bediensteten des Bundesgrenzschutzes waren dabei mit Versetzungen über mehrere hundert Kilometer hinweg massiv betroffen. In Frankreich und Österreich stehen eingehende Reformen im Bereich der Gendarmerie und der Polizei bevor oder befinden sich in Umsetzung. Alle Reformanstrengungen müssen aber unter Wahrung der sozialen Interessen der Bediensteten durchgeführt werden.

Das erfordert die dringende Einbindung von Polizeigewerkschaften. In jedem Fall müssen Reformen aber klare Führungs- und Zuständigkeitsverhältnisse schaffen.
Die Europäische Polizei Union – EPU vereinigt Polizeigewerkschaften aus 13 europäischen Staaten und ist Teil der Europäischen Föderation Öffentlich Bediensteter – EUROFEDOP mit Sitz in Brüssel, Belgien. Vorsitzender der EPU ist der Österreicher Hermann Feiner, die Stellvertreter sind der Franzose Jean-Claude Delage und der Deutsche Knut Paul. Als Exekutivsekretär fungiert der Niederländer Wim Groeneweg.
Rückfragehinweis:
1) Hermann Feiner, EPU-Vorsitzender; GÖD-Presse; Tel.Nr.: +43/1/534-54/233 oder
0664/501-39-56
2) Wim Groeneweg, ACP, Tel.Nr.: +31/33/495-28-88;
3) Knut Paul, Bundesgrenzschutz-Verband, Tel.Nr.: +49/30/446-78-721
4) Jean-Claude Delage, Alliance, Tel.Nr. : +33/1/44-76-96-70
5) Bert Van Caelenberg, Generalsekretär von EUROFEDOP, Tel.Nr.: +32/2/230-38-65


Wirtschafts- und Sozialausschuss:
Treffen vom 11.04.2002 über "Gemeinnützige Dienste"

Im Anschluss an ihren "Bericht an den Europäischen Rat von Laeken" (Kom(2002) 598) hat die Europäische Kommission den Wirtschafts- und Sozialausschuss (WSA) um ein Erkundungsgutachten über gemeinnützige Dienste in der Europäischen Union ersucht.
Am jüngsten 11. April fand ein Treffen einer WSA-Forschungsgruppe mit Vertretern der Arbeitnehmer, der Arbeitgeber und der europäischen Einrichtungen statt. Eurofedop war zu diesem Treffen eingeladen worden, um ihren Standpunkt vorzubringen. Da Eurofedop kurz zuvor ihren 10. satzungsgemäßen Kongress veranstaltet hatte, auf dem sie Entschließungen über die Zukunft der öffentlichen Dienste verabschiedete, konnten die Delegierten von Eurofedop, Bert Van Caelenberg, Wilhelm Gloss und Jean-Paul Devos, ihre Aufgaben gut vorbereitet erledigen. Und obschon das Treffen vom 11.04.2002 weniger als z.B. die "Troika der Generaldirektoren" eine Art institutionalisierter Dialog war, konnte das Treffen im WSA mit Sicherheit als eine Art sozialer Dialog für die öffentlichen Dienste bezeichnet werden.
In seinem Vorentwurf des Gutachtens war der WSA der Ansicht, gemeinnützige Dienste spielten im Alltagsleben der Bürger eine lebenswichtige Rolle und seien einer der Werte, die dem europäischen Sozialmodell zugrunde lägen.

Zudem wurde darauf hingewiesen, die Fortsetzung der politischen und wirtschaftlichen Integration erfordere das Ergreifen einer Anzahl Maßnahmen wie Leistungsvergleich, eine engere Zusammenarbeit, einen klar definierten gesetzlichen Status und eine Rahmenrichtlinie.
Es wurde während des Treffens ein Konsens erzielt, und fast alle Teilnehmer waren mit den von der Delegation von Eurofedop vorgebrachten Punkte einverstanden. Nur die Vertreter des öffentlichen Verkehrs und der Energieindustrie hatten immer noch Probleme mit den Verpflichtungen des Universaldiensts. Schließlich erlie der WSA den Aufruf, dass die Arbeitnehmer und ihre Vertreter zu Rate gezogen werden sollten und zur Modernisierung der gemeinnützigen Dienste beitragen könnten..
Dieses Treffen und das Endgutachten des WSA sollten es der Kommission ermöglichen, im Hinblick auf die Zwischenstaatliche Konferenz des Jahres 2004 eine Anzahl Vorschläge zu formulieren, mit denen sich in der europäischen Gesetzgebung eine gediegenere gesetzliche Grundlage für die öffentlichen Dienste festlegen lässt. Alle nützlichen Unterlagen sind auf dem Sekretariat von Eurofedop erhältlich, und weitere Informationen über den Wirtschafts- und Sozialausschuss sind auf der Webseite www.esc.eu.int erhältlich.


EUROFEDOP/ACOM-KONGRESS
30. Mai bis 1. Juni 2002

In Zusammenarbeit mit ACOM, dem CNV-Verband des Militärpersonals (Niederlande), veranstaltet die VZW Vorming en Information (VoE Ausbildung und Information) einen dreitägigen Kongress über die "Entwicklung des sozialen Dialogs im öffentlichen Dienst in einem integrierenden Europa".
Dieses Hauptthema ist in drei Subthemen untergliedert worden, in denen auf die Sachlage des sozialen Dialogs in den öffentlichen Diensten in der EU sowie auf den Fortgang des branchenspezifischen sozialen Dialogs eingegangen werden wird. Z.Z. ist nur im Post- und Fernmeldewesen von einem solchen Dialog zwischen den europäischen Arbeitgeberverbänden und den europäischen Gewerkschaften, einschl. Eurofedop, die Rede. Selbstverständlich muss dieser Dialog auch in anderen Branchen zustande kommen.
Ein weiteres anregendes und aktuelles Thema ist die Fortentwicklung der europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Bekanntlich soll im Jahre 2003 eine europäische Verteidigungsidentität zustande kommen. An dieser Frage sind eine Anzahl Akteure beteiligt, wobei nationale versus internationale Positionen und Interessen eine große Rolle spielen.

Auffallend in dieser komplexen Frage, wenigstens aus der Sicht der Gewerkschaften des Verteidigungspersonals innerhalb von Eurofedop, ist die Tatsache, dass die Lage des Personals, das Teil dieser beabsichtigten Verteidigungsidentität werden soll, kaum Gesprächsgegenstand ist.
Das dritte Thema handelt über die Grundrechte der öffentlich Bediensteten in den Mitgliedsländern der Europäischen Union. Es ist im Jahre 2002 noch immer eine Realität, dass in einigen europäischen Ländern Gruppen öffentlich Bediensteten diese Grundrechte, wie in den Artikeln 5 und 6 der Europäischen Sozialcharta (ESC) aberkannt werden. Nach Ansicht von Eurofedop ist das in einem demokratischen Europa unannehmbar.
Referenten und Redner auf diesem Kongress sind der Verteidigungsminister (NL), Arbeitgebervertreter, Politiker (nationale und Europaparlamentarier), Funktionäre internationaler Organisationen und Gewerkschaftsvertreter.


EUROFEDOP, die europäische Gewerkschaft öffentlicher Dienst,
bereitet sich heute in Luxemburg auf ihren Zukunftskongreß im März2002 vor

Wien (OTS) - "Die zunehmende Internationalisierung ist einwichtiger und positiver Prozeß, der zur Entfaltung der menschlichen Person und der Gesellschaft maßgeblich beiträgt", stellten heute der Präsident von EUROFEDOP, der Belgier Guy Rasneur und der GÖD-Vorsitzende Fritz Neugebauer in seiner Funktion als Vizepräsidentvon EUROFEDOP übereinstimmend fest.
Die ausschließlich auf Gewinnmaximierung ausgerichtete internationale Großunternehmensstruktur stellt zunehmend Kernelemente des menschlichen Lebens in Politik, Volkswirtschaft und im sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft auf eine existenzielle Probe.
Zur Ergänzung der wirtschaftlichen Konvergenz, die die Entwicklung eines dauerhaften und umweltgerechten Wachstums ermöglicht, sollen die Staaten und supranationalen Einrichtungen Räume des sozialen Zusammenhalts schaffen. Der Allmacht der Marktwirtschaft müssen klare Regeln gegenübergestellt werden. Das Recht auf Bildung, Gesundheitsfürsorge und kultureller Entwicklung und die Gewährleistung von Sicherheit und des ungehinderten Zugangs zur Rechtssprechung sind fundamentale Elemente von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.

Dieser Aufgabe darf sich keine staatliche Gemeinschaft entziehen.
Die europäische Föderation öffentlicher Dienst (EUROFEDOP) wurde 1967 in Wien als europäische Teilorganisation der weltumspannenden internationalen Föderation öffentlicher Dienst - INFEDOP gegründet. EUROFEDOP kann sich heute auf ein effizientes Netzwerk von 48 Mitgliedsgewerkschaften in Europa stützen und nimmt intensiv am europäischen Sozialdialog teil. Vom 18. - 20. März 2002 wird EUROFEDOP auf seinem 10. Kongreß nicht nur neue Zukunftsstrategieen beschließen, sondern auch einen neuen Vorstand wählen.
Rückfragehinweis: Generalsekretär Bert van Caelenberg
Rue Montoyer 39, B - 1000 Brüssel
Tel.Nr.: 0032-2-230.38.65
Hermann Feiner, Pressesprecher der GÖD
Tel.Nr.: 0043-1-534.54-233
Tel.: 0043-1-534.54-233


Europäisches Parlament
Parlamentarischer Ausschuss Beschäftigung und soziale Angelegenheiten

Am 14. Januar 2002 ist eine Umverteilung sämtlicher 1999 gewählter Mitglieder des Europäischen Parlaments, die eine spezifische Funktion innehatten, zustande gekommen. Es handelt sich um siebzehn Vorsitze politischer Ausschüsse und fünfzehn Sitze im Präsidium.
Der Vorsitz des Parlamentarischen Ausschusses Beschäftigung und soziale Angelegenheiten wurde nach mühsamen Beratungen zwischen Fraktionen Herrn Theo Bouwman (Groene Fractie Nederland) zugeteilt.

Er darf nun während zweieinhalb Jahren die Sozialpolitik des Parlaments leiten. Herr Bouwman war vor seiner EP-Mitgliedschaft in einer Beratungsfirma für die Einführung neuer Technologien in Betriebe berufstätig.
Für weitere Auskünfte über Herrn Bouwman und die vollständige Zusammensetzung dieses Parlamentarischen Ausschusses verweisen wir auf:
www.europarl.eu.int/committees/empl_home.htm